 | Notre Dame in Paris (c) mondzart-hohenlohe, pixelio.de | Der Notre Dame in Paris zählt zu einer der bedeutendsten Bauwerke der Gotik. Bis in die gallische Zeit zurück reicht seine Baugeschichte. Zuerst entstand hier ein Heiligtum, später ein römischer Tempel, dann eine frühzeitliche Basilika, im Anschluss daran ein romanischer Kirchenbau.
Im 12. Jahrhundert wurde mit dem Bau der Kathedrale begonnen. Vollendet war das Bauwerk schließlich 1345. Bereits zur Bauzeit und auch noch später war der Notre-Dame immer Schauplatz und Brennpunkt geistlichen und politischen Lebens in Paris.
1302 wurde die ersten Generalstände eröffnet. Es folgten zahlreiche Königskrönungen. 1455 posthumer Revisoinsprozeß gegen Jeanne d’Arc. Es wurden dynastischen Hochzeiten und viele Siegesfeiern gefeiert. In der Zeit der Französischen Revolution erklärte man die Kathedrale zum Tempel der Vernunft und dem Höchsten geweiht. Napoleon ließ sich im Notre-Dame 1804 zum Kaiser der Franzosen krönen.
1944 wurde die Stadt Paris befreit und Dankgottesdienste im Notre-Dame zelebriert. Feierliche Zeremonien zu Staatsbegräbnissen der Präsidenten wurden hier abgehalten. Die drei gotischen Portale im Westwerk stammen noch aus dem 12. Jahrhundert. Die Torgewölbe sind reich mit Skulpturen und Figuren religiösen Hintergrunds verziert. Über den Portalen zieht sich eine Königsgalerie entlang. Es handelt sich dabei aber lediglich um Kopien. Die Originale sind im Musée de Cluny zu bewundern. Über dieser Galerie gibt es eine Fensterrose mit einem Durchmesser von 10 Metern. |