Genf ist außerdem die Hauptstadt des gleichnamigen Kantons und Sitz einiger internationaler Organisationen. So haben hier zum Beispiel Weltgesundheitsorganisation oder die UNO ihr Hauptquartier. Der Flughafen ist der zweitwichtigste in der Schweiz, einige Teile davon befinden sich aber auf französischem Staatsgebiet.
In Genf kommen die kulturell interessierten Besucher besonders durch die zahlreichen Museen auf ihre Kosten. Zu den beliebtesten Museen in Genf zählen: das Museum Rath, das eine große Kunstsammlung beherbergt, das Museum Barbier-Muller, wo eine Ausstellung der Völkerkunde untergebracht ist, das Naturkundemuseum und das Internationale Museum der Reformation, wo die Geschichte der von Calvin eingeleiteten Reformation geschildert wird. Das Museum ist ausserdem unterirdisch mit einer Ausgrabungsstätte und der Kathedrale Saint Pierre verbunden.
Natürlich finden in Genf auch regelmäßige Veranstaltungen statt, neben den genannten Messen sind dies vor allem Theateraufführungen, Musikfestival und Volksfeste. Eines dieser Volksfeste ist das Escalade de Geneve, das jährlich am 12. Dezember stattfindet. Hierbei wird der Fehlschlag der Savoyen aus dem Jahr 1602 gefeiert, als sie vergeblich versucht hatten, die Stadt einzunehmen.
Genf (186.000 Einwohner) ist die zweitgrößte Stadt der Schweiz und befindet sich direkt am Ausfluss des Flusses Rhône aus dem Genfer See. Die Stadt wird durch die Rhône in zwei Teile geteilt. Der ältere Teil der Stadt befindet sich am linken Ufer, wo sich auch die alten Wohnbezirke, namentlich Eaux Vives und Carouge, und das Finanz- und Geschäftsviertel befinden. Enge und verwinkelte Straßen und Gassen kennzeichnen die Altstadt, nur entlang dem Ufer des Flusses sind die Straßen breiter. Das rechte Ufer der Rhône ist vor allem durch Wohngebäude bebaut worden. Hier liegen die großen Hotels in dem Quartier Saint Gervais. Im Bezirk Les Délices steht das Haus, das Voltaire in der Zeit von 1755 bis 1758 bewohnte.
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